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#GesundheitUnteilbar: Ausgrenzung schadet uns allen

2. März 2026

#GesundheitUnteilbar: Ausgrenzung schadet uns allen

GEMEINSAME ERKLÄRUNG

Mit großer Sorge beobachten wir, dass Maßnahmen der Gesundheits-, Sozial- und
Migrationspolitik Ungleichheiten verschärfen. Statt diesen wirksam entgegenzutreten,
werten einige Politiker*innen mit populistischen Äußerungen ganze
Bevölkerungsgruppen ab. Als Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen sehen wir
uns in besonderer Verantwortung. Wenn Politiker*innen und andere öffentliche
Stimmen grundlegende Werte wie Menschenrechte und Sozialstaatlichkeit in Frage
stellen, dürfen wir nicht schweigen.
Unsere Arbeit basiert auf der Unantastbarkeit der Menschenwürde. Wir versorgen und
beraten Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, Einkommen,
sozialem Status oder sexueller Orientierung. Vielfalt ist für uns kein Schlagwort,
sondern auch in unserem Kolleg*innenkreis gelebte Realität. Sie stärkt unser
Gesundheitssystem und unsere Gesellschaft.
Wir wissen, dass Armut und Diskriminierung krank machen. In unserer täglichen Arbeit
sehen wir die Folgen, wenn Gesetze, Institutionen und Meinungsmacher*innen
Menschen ausgrenzen und Politiker*innen Gelder im Gesundheits- und Sozialbereich
kürzen. Existenzsorgen, unsichere Arbeitsbedingungen und Wohnungslosigkeit
schaden der Gesundheit. Gesetzlich geschaffene Hürden erschweren die notwendige
medizinische Versorgung zum Beispiel von Asylsuchenden. Vermehrt erleben wir auch,
wie rassistische Anfeindungen sowohl die von uns unterstützen Menschen bedrohen
als auch unsere Kolleg*innen.
Dabei wissen wir: Es wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, wenn wir Armut und
Ungleichheit bekämpfen und den Zugang zu Gesundheitsversorgung für alle
sicherstellen. Je gerechter ein Land ist, desto höher ist die Lebenserwartung, desto
geringer ist die Kindersterblichkeit und desto gesünder fühlen sich Menschen im
Durchschnitt. Davon profitieren wir als Gesellschaft insgesamt – und das muss Ziel
politischer Entscheidungen sein.
Vor den anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen appellieren wir an alle: Setzen
Sie sich mit uns gemeinsam ein für eine Politik, die Menschenrechte schützt,
Gesundheit fördert, Vielfalt achtet und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.


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Kontakt

Landesverband Sexuelle Gesundheit Niedersachsen / Aidshilfe Niedersachsen Landesverband e.V.
Schuhstraße 4
30159 Hannover
0511 / 13 22 12 00
info@niedersachsen.aidshilfe.de

Gefördert durch

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zur Selbsthilfeförderung in Niedersachsen

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